Bierbrot Rezept: Einfaches Bierbrot mit Sauerteig backen

Backzeit: 45 Minuten | Gesamtzeit: 18 Stunden
Schwierigkeit: mittel

Bierbrot Rezept: Einfaches Bierbrot mit Sauerteig backen

Bierbrot Rezept: Einfaches Bierbrot mit Sauerteig backen


Dieses rustikale Bierbrot mit Sauerteig bringt ordentlich Geschmack auf den Tisch. Das Bier verleiht dem Brot ein angenehm malziges Aroma, während die lange Teigführung für eine saftige Krume und eine herrlich knusprige Kruste sorgt.

Zeit Icon

18 Stunden

Schwierigkeit Icon

mittel


Zutaten

1 Brotlaib

  • 100 g aktiver Sauerteigstarter
  • 500 g Weizenmehl Type 405
  • 330 ml Bier (Zimmerwarm)
  • 10 g Salz

Benoetigte Ausruestung

Gusseisen Brotback Starterset

Zubereitung

Passend zum Oktoberfest wird es Zeit, etwas Neues auszuprobieren: Dieses rustikale Bierbrot mit Sauerteig bringt ordentlich Geschmack auf den Tisch. Das Bier verleiht dem Brot ein angenehm malziges Aroma, während die lange Teigführung für eine saftige Krume und eine herrlich knusprige Kruste sorgt.

Das Bierbrot schmeckt pur mit etwas Butter, zu Käse und Aufstrichen oder klassisch zur Brotzeit besonders gut.

Welches Bier eignet sich für Bierbrot?

Grundsätzlich kannst du fast jedes Bier verwenden. Je nach Sorte verändert sich das Aroma des Brotes:

  • Helles oder Pils: mildes und ausgewogenes Bieraroma
  • Kellerbier oder Landbier: kräftig, würzig und leicht malzig
  • Weizenbier: mild und leicht fruchtig
  • Dunkelbier: besonders malzig und etwas kräftiger
  • Alkoholfreies Bier: funktioniert ebenfalls problemlos

Für den ersten Versuch empfehlen wir ein mildes Helles oder Kellerbier. Verwende das Bier unbedingt bei Raumtemperatur, damit der Sauerteig nicht durch eine zu kalte Flüssigkeit ausgebremst wird.

Vorbereitung

Der Sauerteigstarter sollte vor der Verwendung aktiv und backbereit sein. Frische ihn rechtzeitig auf und warte, bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat und viele kleine Bläschen zeigt.

Du benötigst außerdem:

  • eine große Rührschüssel
  • eine Teigkarte oder einen Teigschaber
  • ein Gärkörbchen
  • einen gusseisernen Brotbacktopf
  • Backpapier oder eine Brotschlinge
  • ein scharfes Bäckermesser

Zubereitung

1. Brotteig mischen

Gib den aktiven Sauerteigstarter und das zimmerwarme Bier in eine große Schüssel. Verrühre beides kurz, bis sich der Sauerteig weitgehend im Bier verteilt hat.

Füge anschließend das Mehl und das Salz hinzu. Verknete alle Zutaten für etwa 5 bis 8 Minuten zu einem gleichmäßigen Teig. Er darf noch leicht klebrig sein, sollte aber keine trockenen Mehlstellen mehr enthalten.

Decke die Schüssel ab und lasse den Teig zunächst 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen.

2. Teig dehnen und falten

Nach der ersten Ruhezeit wird der Teig gedehnt und gefaltet. Befeuchte dafür deine Hände leicht, greife eine Seite des Teiges, ziehe sie vorsichtig nach oben und lege sie zur gegenüberliegenden Seite.

Drehe die Schüssel und wiederhole diesen Vorgang von allen vier Seiten.

Lasse den Teig anschließend wieder abgedeckt ruhen. Wiederhole das Dehnen und Falten während der nächsten 2 Stunden alle 30 Minuten. Insgesamt führst du somit vier Faltvorgänge durch.

Durch das regelmäßige Dehnen und Falten gewinnt der Teig an Stabilität. Das hilft ihm später, die während der Gare entstehenden Gase besser festzuhalten.

3. Stockgare

Nach dem letzten Falten bleibt der Teig abgedeckt bei Raumtemperatur stehen. Lasse ihn etwa 6 bis 8 Stunden reifen.

Die genaue Dauer hängt vor allem von der Raumtemperatur und der Aktivität deines Sauerteigstarters ab. Der Teig ist bereit für den nächsten Schritt, wenn er:

  • sichtbar an Volumen gewonnen hat
  • leicht gewölbt erscheint
  • kleine Bläschen an der Oberfläche oder am Schüsselrand zeigt
  • luftig und elastisch wirkt

Bei einer warmen Raumtemperatur kann die Stockgare deutlich schneller abgeschlossen sein. Orientiere dich deshalb stärker am Zustand des Teiges als ausschließlich an der Uhr.

4. Bierbrot formen

Gib den Teig vorsichtig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche. Ziehe die Teigränder nacheinander zur Mitte und forme den Teig anschließend mit Spannung zu einem runden Laib.

Achte darauf, möglichst wenig Luft aus dem Teig zu drücken.

Bemehle das Gärkörbchen großzügig. Besonders gut eignet sich dafür Reismehl, da es weniger Feuchtigkeit aufnimmt und der Teig dadurch nicht so leicht am Körbchen kleben bleibt.

Lege den geformten Teigling mit dem Schluss nach oben in das Gärkörbchen und decke ihn ab.

5. Kalte Gare im Kühlschrank

Stelle das abgedeckte Gärkörbchen für 8 bis 12 Stunden in den Kühlschrank. Während dieser langen, kühlen Gare entwickelt das Bierbrot sein kräftiges Aroma. Gleichzeitig wird der Teig fester und lässt sich am nächsten Tag leichter einschneiden.

Du kannst den Teig beispielsweise am Abend vorbereiten und das Brot am nächsten Morgen frisch backen.

6. Backofen und Topf vorheizen

Stelle den gusseisernen Brotbacktopf inklusive Deckel in den Backofen. Heize den Ofen samt Topf für mindestens 30 bis 45 Minuten auf 240 °C Ober-/Unterhitze vor.

Der Topf muss vollständig aufgeheizt sein. Die gespeicherte Hitze sorgt für einen kräftigen Ofentrieb und eine besonders knusprige Kruste.

7. Bierbrot einschneiden

Nimm den Teigling direkt aus dem Kühlschrank und stürze ihn vorsichtig auf Backpapier oder auf eine Brotschlinge.

Schneide die Oberfläche mit einem scharfen Bäckermesser etwa 1 bis 2 Zentimeter tief ein. Ein langer, leicht seitlich angesetzter Schnitt ermöglicht es dem Brot, im Ofen kontrolliert aufzugehen.

8. Bierbrot im Topf backen

Nimm den heißen Brotbacktopf vorsichtig aus dem Ofen. Setze den Teigling hinein und verschließe den Topf sofort mit dem Deckel.

Backe das Bierbrot:

  • 25 Minuten bei 240 °C mit Deckel
  • anschließend weitere 20 Minuten bei 220 °C ohne Deckel

Während der ersten Backphase bleibt der Wasserdampf des Teiges im geschlossenen Topf. Dadurch kann das Brot besonders gut aufgehen. Ohne Deckel erhält es anschließend seine kräftige, knusprige Kruste.

Wenn du eine dunklere Kruste bevorzugst, kannst du das Brot noch etwa 5 Minuten länger ohne Deckel backen.

9. Vollständig auskühlen lassen

Hebe das fertige Bierbrot vorsichtig aus dem Topf und lasse es auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.

Auch wenn es schwerfällt: Schneide das Brot frühestens nach etwa 1 bis 2 Stunden an. Direkt nach dem Backen ist die Krume noch sehr feucht und muss sich zunächst stabilisieren.

Zeitplan für das Bierbrot

Ein möglicher Ablauf könnte so aussehen:

Uhrzeit Arbeitsschritt
9:00 Uhr Sauerteigstarter auffrischen
15:00 Uhr Brotteig ansetzen
15:30–17:30 Uhr Alle 30 Minuten dehnen und falten
17:30–23:00 Uhr Stockgare bei Raumtemperatur
23:00 Uhr Brot formen und in den Kühlschrank stellen
nächster Morgen Topf vorheizen und Bierbrot backen

Die Zeiten sind Richtwerte. Bei einem sehr aktiven Starter oder warmer Raumtemperatur kann der Teig schneller reifen.

Häufige Fragen zum Bierbrot

Schmeckt das fertige Brot stark nach Bier?

Das Bier ist deutlich milder wahrnehmbar als beim Trinken. Beim Backen entsteht vor allem ein herzhaftes, leicht malziges Aroma. Wie intensiv es ausfällt, hängt von der verwendeten Biersorte ab.

Enthält das Bierbrot nach dem Backen noch Alkohol?

Ein großer Teil des Alkohols verdampft während der langen Backzeit. Eine vollständige Alkoholfreiheit lässt sich jedoch nicht sicher garantieren. Möchtest du darauf verzichten, verwende am besten alkoholfreies Bier.

Kann ich das Bierbrot auch ohne gusseisernen Topf backen?

Ja. Du kannst das Brot auf einem Backstein oder Backblech backen. Dann solltest du zu Beginn ausreichend Dampf erzeugen, beispielsweise mit einer Dampfschale und Lavasteinen. Im geschlossenen Topf gelingt ein kräftiger Ofentrieb allerdings besonders einfach.

Kann ich Weizenmehl Type 550 verwenden?

Ja. Weizenmehl Type 550 eignet sich für die lange Teigführung sogar besonders gut, da es meist mehr Wasser aufnehmen kann und dem Teig mehr Stabilität verleiht. Du kannst das Weizenmehl Type 405 im Rezept daher im gleichen Verhältnis durch Type 550 ersetzen.

Warum wird der Teig im Kühlschrank gelagert?

Die kalte Gare verlangsamt die Fermentation und gibt dem Brot mehr Zeit, Aroma zu entwickeln. Außerdem lässt sich ein kalter Teigling leichter einschneiden und behält beim Backen besser seine Form.

Unser Tipp

Beobachte bei diesem Rezept immer den Teig und nicht nur die angegebenen Zeiten. Je nach Temperatur, Mehl und Aktivität des Sauerteigs kann die Reifezeit unterschiedlich ausfallen. Hat der Teig bereits deutlich an Volumen gewonnen und zeigt viele Bläschen, solltest du ihn formen – auch wenn die angegebene Zeit noch nicht vollständig erreicht ist.

So erhältst du ein aromatisches, saftiges Bierbrot mit Sauerteig, das mit seiner kräftigen Kruste perfekt zur Brotzeit, zum Grillen oder zum Oktoberfest passt. Prost und guten Appetit! 🍺🥨


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